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Auf jedem Rasen bildet sich unweigerlich ein Filz aus pflanzlichem Material. Ab einer Schicht von ca. 5 mm beeinträchtigt dieser die Vitalfunktion des Rasens und fördert Krankheiten. Vor allen Dingen im Frühjahr und Herbst, bei Bedarf auch häufiger, verschafft die Maßnahme des Vertikutierens dem Rasen wieder Luft: Senkrecht, nicht tiefer als 3 mm eindringende Klingen lösen den Filz von der Grasnarbe. Die Reste müssen entfernt werden.
Eine intensivere, tiefenwirksamere Maßnahme als das Vertikutieren ist die Aerifizierung (Belüftung). Die Zinken des Aerifizierers dringen in den Boden ein, wo sie Löcher hinterlassen, sodass Wasserdurchlässigkeit und Wurzelwachstum gefördert werden und sich Oberflächenverdichtungen lockern. Typische Zeitpunkte für diese Maßnahme liegen ebenfalls im Frühjahr und Herbst, bei lehmigen Böden kann sie auch öfter erforderlich sein.
Die Besandung, insbesondere mit Quarzsand, ebnet den Platz, sorgt für eine gute Durchlässigkeit und wirkt dem Rasenfilz entgegen. Bevorzugt wird nach dem Aerifizieren besandet, dies geschieht im Regelfall einmal jährlich, bei lehmigen oder stark mit Regenwürmern durchsetzten Rasensystemen aber auch öfter.
Erfolgt zumeist nach der Aerifizierung und Besandung, um Rückstände dieser Maßnahme zu verteilen. Die Messer des Abschleppgerätes sind verstellbar, sodass die Intensität der Maßnahme gesteuert werden kann. In der ständigen Unterhaltspflege dient das Abschleppen der Verbesserung der Belüftung des Bodens.
Diese Methode der Nachsaat, die vorwiegend im Früh- und Spätsommer zur Geltung kommt, kombiniert das Einstechen vieler "Pflanztöpfchen" mit dem Ausbringen des Saatgutes und einer Starterdüngung. Anschließendes Abschleppen sorgt für eine lockere Erd-Schutzschicht für die Keimlinge. Nach bis zu zwei Monaten inkl. spezieller Pflege und Düngung können Lücken in der Grasdecke geschlossen oder ein ganzes Spielfeld neu aufbereitet werden.
Ohne regelmäßiges Mähen wird aus dem Sportplatz eine Wiese. Es ist Bedingung für gleichbleibende Spieleigenschaften des natürlichen Untergrundes.Ein Aufsitzmäher muss für die Pflege von Sportplätzen geeignet sein und darf nicht zur Verdichtung der Oberfläche oder zu Reifenspuren führen.
Unabdingbar ist die ausreichende Versorgung des Sportplatzes mit Wasser zum richtigen Zeitpunkt und in ausreichender Menge. Rund 175 m³ Wasser braucht ein DIN-Sportplatz wöchentlich, sofern Regen ausbleibt. Generell wird die Wässerung dann, am besten in den Morgenstunden oder nachts verabreicht, wenn die Halme erste Erscheinungen des Welkens zeigen - auf solche Weise, das der Platz wurzeltief befeuchtet wird, also eher reichlich statt sparsam. Im Sommer kann ca. 1cm mehr Schnitthöhe helfen, Wasser einzusparen. Auch eine Kaliumdüngung im Frühjahr kann dazu beitragen, das der "Durst" der Gräser sinkt.
Die Düngung folgt einem Pflegeplan, den ein Fachmann zu Beginn der Saison erstellt. Eckpfeiler dieses Plans sind die Erhaltungs-, Starter- und Herbstdüngung. Der jeweilige Zeitpunkt und die Festlegung, welche Menge welcher Düngemittel jeweils zugesetzt wird, richtet sich individuell nach den Ergebnissen einer Bodenanalyse. Nur diese Methode steht für optimale Ergebnisse. Vom Düngen "nach Gefühl" wird abgeraten. Die Expertise des Fachmanns ist selbstverständlich auch bei der Schädlingsbekämpfung erforderlich.